Der Kaiser und der Kaufmann, Augsburg und die weite Welt.

Maximilian I. (1459-1519) und Jakob Fugger (1459-1525)
Den einen Fuggern, den Fuggern „vom Reh“, wurden die Geschäfte mit Maximilian zum Verhängnis, den anderen, denen „von der Lilie“, wurden sie zum Grundstein eines beispiellosen ökonomischen Aufstiegs: Für die Handels- und Finanzhäuser dieser Zeit bedeutete es einen ebenso kaufmännischen wie diplomatischen Drahtseilakt, Gläubiger der Herrschenden zu sein. Freilich waren die Abhängigkeiten gegenseitig. Denn die ambitionierten Unternehmungen Maximilians, dessen Lebensstil und Vorstellungen von Repräsentation, rund ein Dutzend Reichstage und vor allem zahlreiche Feldzüge verschlangen ungeheuer viel Geld - nicht zuletzt auch bare Mittel. Bei alledem stand der Staat auch in fiskalischer Hinsicht noch an der Schwelle der Moderne, seine gewachsenen, ständig zunehmenden Aufgaben überforderten gleichsam systematisch seine Mittel. Auch deswegen greift die personalisierte Geschichte ‚vom Kaiser und dem Kaufmann‘zu kurz. Die Akteure müssen in den Kontext von Reich und Reichsstadt, ökonomischer und sozialer Dynamik gestellt werden.


1 Abend, 04.05.2019
Samstag, 19:00 - 20:30 Uhr
1 Termin(e)
Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Pädagogische Hochschule Weingarten
A106
Eintritt:
8,00
Belegung: 
 (Plätze frei)